

Alleine dem Gründungsjahr 1902 unseres GAK nach die „Nummer 1 in Graz“ zu sein, sollte uns GAK-Fans auf Dauer nicht genügen.
Vielmehr sollte die im krassen Gegensatz dazu stehende sportliche und wirtschaftliche Situation zu einer differenzierten Strategiediskussion über die zukünftige Ausrichtung geradezu verpflichten, um die Substanz des GAK auch für die Zukunft abzusichern und ihn auch wieder zur sportlichen "Nummer 1" zu führen.
Die Basis der Erarbeitung einer Strategie zum Aufbau eines zukunftsorientierten Fußballbetriebes ist zunächst die differenzierte Analyse der gegenwärtigen Situation.




Viel wird auch vom Erreichen des kurzfristig gesetzten sportlichen Zieles, den Aufstieg in die ADEG-Liga abhängen, wirtschaftlich wurde mit der Lizenzerteilung der erste Schritt in eine erfolgreiche, sportliche Zukunft bereits getan.
Mit dem Aufstieg sollte sich auch das Medieninteresse steigern und die verstärkte Medienpräsenz auch die Suche nach zahlungskräftigen Sponsoren erleichtern. Die große Zielgruppe bloßer GAK-Sympathisanten für eine aktive Teilnahme an den Spielen zu gewinnen und die Zuschauerzahlen entsprechend zu steigern, stellt gleichermaßen eine große Chance wie Herausforderung dar.
Dennoch wäre es fatal, angesichts dieser vordergründig komfortabel erscheinenden Situation nichts zu unternehmen und bei der Vereinsarbeit weiterhin ausschließlich auf alte Strukturen, Angebote und Abläufe zu vertrauen.
Die komplexen Herausforderungen an den Verein sind durch traditionelle Vereinsmodelle und –strukturen allein nicht mehr zu meistern, die Neufassung der Strukturen kann demnach auch nur als erster Schritt in Richtung eines zukunftsorientierten Fußballbetriebes angesehen werden.



Nur die große „GAK-Familie“ zu apostrophieren, erscheint unzureichend, zumal der Eindruck gewonnen werden muss, dass es bisher offenbar nicht gelungen ist, sie in Funktionärs-, Mitglieder- und Fankreisen auch tatsächlich zu einen.
Zu sehr noch scheinen weiterhin persönliche Eitelkeiten und Profilierungsstreben das Handeln zu bestimmen.
Es wäre schade, würde daran die Zukunft unseres GAK scheitern. Einen guten Ansatz dafür, dass es nicht soweit kommt, sollte die gemeinsame Erarbeitung eines Leitbildes für unseren GAK darstellen, wobei gegenseitiger Respekt und Anerkennung auch anderer Denk- und Handlungsansätze verbindende Elemente der Zusammenarbeit darstellen.



